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Prämenstruelles Syndrom

PMS ist ein Sammelbegriff für Beschwerden, die vor allem vor der Menstruation auftreten. Es fallen darunter: Spannungs- und Völlegefühle im Bauch, Kopfschmerzen, Diarrhöe/Obstipation, Spannungsgefühl, Schwellung und Schmerzen in den Brüsten, Wassereinlagerung, emotionale Labilität, Heißhunger auf süße oder salzige Speisen, Neigung zur Erkältung etc.

Die Ursache für diese Erscheinungen ist der im Zuge der Abwärtsbewegung von Qi und Blut vor der Menstruation immer stärker werdende Druck im unteren Erwärmer und besonders in der Leber. Für westliche Frauen, die ohnehin zu Leber-Qi-Stau neigen, ist diese Konzentration von Energie oftmals zu viel. Der Bauch bläht sich buchstäblich auf.

Folgen einer gestauten Leber

  • führt zu Launenhaftigkeit und Gereiztheit. Das Leber-Yang wird nicht ausreichend verankert, es steigt über die Gallenleitbahn auf und verursacht Kopfschmerzen, Schwindel oder Migräne. Über die Leberleitbahn selbst entsteht Spannung etc. in den Brüsten.
  • überwältigt die Milz. Sowohl die Verdauung als auch die Blutproduktion werden gestört, die Milz kann das Blut nicht mehr ausreichend in den Gefäßen halten.
  • gibt ihre Fülle an die Magenleitbahn weiter. Deren Qi wird gegenläufig und verstärkt die Brust-Symptome.
  • erzeugt Hitze, die auf das Herz wirkt: Unruhe und Anspannung folgen. Über den Funktionskreis Lunge verursacht sie Traurigkeit und Tränenausbrüche

Voraussetzung für diese Vorgänge sind ein genügend stark gestautes Leber-Qi und entsprechende Schwäche in den Organen der Manifestation. Bei der Differenzierung des PMS ist zunächst immer an die Leber zu denken. Weiterhin ist das sensible Gleichgewicht von Leber und Milz/Magen sicherlich in Mitleidenschaft gezogen, eventuell auch andere Organe der Blutbildung.

Mit der Menstruation scheidet der Körper Hitze aus, die Temperatur sinkt. Die Frau sollte daher während der Menses verstärkt auf sich achten, sich warm halten, gut essen (Kälte innen und außen vermeiden), die Verdauung unterstützen und sich Ruhe gönnen. Alkohol, Kaffee, Zigaretten, Zucker, Margarine, Öle sind ebenso zu meiden wie ein Übermaß an kalten und rohen Speisen (Salate u.a.). Gut sind Honig, der auch eine entspannende Wirkung auf die Leber ausübt, und vitaminhaltige Kost. Wichtig sind besonders Speisen, die viel Vitamine E enthalten: Getreide, insbesondere Weizen und Hafer, Reis, Blumenkohl, Broccoli, Spinat, Sprossen, Mandeln und vor allem Weizenkeime und Weizenkeimöl.

Kaffee hat bei Spannung, Schmerzen und Knoten in der Brust eine besonders ungünstige Wirkung (entkoffeinierter Kaffee nur etwas weniger als koffeinhaltiger). Seine bittere, oberflächenentspannende Wirkung trägt dazu bei, die Balance zwischen Ren Mai und Chong Mai zu verschlechtern. Bei Brustknoten sollten kalte und rohe Speisen, die Milz und Magen belasten, ganz gemieden werden (Milchprodukte, fette Speisen, Zucker, Tomaten, Fruchtsäfte und Orangen).

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