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Die sanfte Alternative der chinesischen Medizin!

Beschwerden in den Wechseljahren

Mit fortschreitendem Alter der Frau verbraucht sich die weibliche Energie (Yin) des Körpers. Die allgemeine Yin-Schwäche führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang. Das Konzeptionsgefäß wird leerer und ist nun für Störungen anfälliger und gerät wegen der latenten Fülle des Yang leicht aus der Balance. Die Störungen, die als klimakterische Syndrome beschrieben werden, sind durch die Schwäche des Nieren-Yin zu erklären. Alle Funktionen des Körpers lassen aufgrund der reduzierten Essenz nach. Weniger Säfte entstehen, weniger Qi steht zur Verfügung. Bei Frauen, die bereits vor dem Wechsel an Leber-Qi-Stau litten, verstärkt sich der Druck durch Emotionen, die besonders im Alter des Wechsels an Brisanz gewinnen. Es entsteht Hitze, die weiteres Yin verzehrt, und das Yang wird unbändig.

Aus der Nieren-Yin-Schwäche direkt erklärt sich das Auftreten der Osteoporose, denn den Nieren sind die Knochen zugeordnet. Steifheit der Gelenke wird verschlimmert durch Säftemangel. Das emporschlagende Yang führt zu Hitze in der oberen und Kälte in der unteren Körperhälfte. Die Libido lässt nach, Hitzewallungen und Schweißausbrüche treten auf. Die Milz, zusätzlich geschwächt durch die gestaute Leber, kann das Qi nicht mehr in den Gefäßen halten. Unregelmäßige, starke und anhaltende Blutungen sind auch eine Folge davon.

Ungenügende Leberenergie und Säftemangel halten Sehnen und Muskeln nicht geschmeidig, es kommt zu Krämpfen. Säftemangel lässt Haut, Haar und Schleimhäute austrocknen. Der Darm reagiert mit Obstipation. Diarrhöe ist ein Zeichen der Milzschwäche. Qi-Leere und Milzschwäche führen zu Abgeschlagenheit und Konzentrationsmangel. Die stark schwankenden Gefühle in den Zeiten des Wechsels rühren vom Leber-Stau her, denn die Leber ist auch für die freie Ausdrucksmöglichkeit der Gefühle zuständig. Er ist begleitet von Schlaflosigkeit, Unruhe und Depressionen.

Eine durch Emotionen und Stauprobleme gänzlich unbelastete Frau, der es gelingt, ihr Yin und Yang im Gleichgewicht zu halten, wird den Wechsel ohne Beschwerden durchleben und weiter daran reifen können. Jegliche Therapie richtet sich deshalb auf den Ausgleich der Grundenergien und sollte auch auf eine psychische Beratung nicht verzichten.

In der Menopause braucht der Körper vor allen Yin-aufbauende Kost: Weizenkeime und deren Öl, Mungobohnen und -sprossen, Algen, Hirse, Tofu, Kidney-Bohnen, Gerste, schwarzer Sesam, Nahrungsmittel, die die Vitamine E, B, C und A sowie Kalzium enthalten. An Kräutern verwendet man Angelica sinensis, Herzgespann (Leonurus cardiaca), Safran und Aloe vera (letztere hat kühlende Wirkung!). Gelee royal wirkt sehr Yin- und Qi-stärkend.

Bei Blutungen aufgrund von Hitze sollten energetisch kühle Speisen gewählt und scharfe Gewürze, Alkohol, Kaffee, Fleisch und Nikotin vermieden werden. Empfehlenswert: Auberginen, Spinat, Brennnesseln, Himbeerblättertee.

Bei Hitze aufgrund von Yin-Schwäche: Hirse, Mungobohnen, Algen, Tofu und Gerste zu sich nehmen. Blutungen als Folge einer Leere/Kälte können mit Gelatine oder Cayennepfeffer behandelt werden. Bei Blutungen aufgrund von Myomen kombiniert man Gelatine mit Artemisia. Myome, Eierstockzysten und Krebs sind schwer zu behandeln, die Gebärmutter und die Ovarien reagieren nur sehr langsam. Hier wird es ganz besonders wichtig, einen Ernährungsplan aufzustellen und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Als Therapeutikum kann eine Zusammenstellung aus Kurkuma, Süßholz, Zimtrinde und Pfirsichsamen sehr gute Dienste leisten.

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